Direkt neben dem größten Hunebed der Niederlande, dem beeindruckenden D27, liegt das Hunebedcentrum in Borger – ein archäologisches Museum, das die faszinierende Geschichte der Steinzeit-Erbauer lebendig macht. Vor über 5.000 Jahren errichtete die Trichterbecher-Kultur diese monumentalen Steingräber, und das Museum nimmt Familien mit auf eine spannende Reise in diese frühe Epoche der niederländischen Geschichte.
Ein Museum für alle Sinne
Das Hunebedcentrum gliedert sich in zwei Bereiche, die unterschiedliche Erlebnisse bieten. Im Innenbereich erwarten Besucher interaktive Ausstellungen rund um das Leben der neolithischen Farmer. Kinder können hier selbst aktiv werden: Sie beantworten Quizfragen am Computer, bauen eigene Dolmen im Sand und lernen dabei ganz nebenbei einiges über die Bronze- und Eisenzeit.
Prähistorie zum Anfassen
Im Außenbereich, dem Prehistorischen Park, wird Geschichte greifbar. Im Steinblockgarten lässt sich erkunden, aus welchen Gesteinen die Hunebedden bestehen und wie alt diese Steine tatsächlich sind. Nachgebaute prähistorische Wohnhäuser – vom einfachen Steinzeithaus bis zum Bronzezeitgehöft – zeigen anschaulich, wie unsere Vorfahren lebten. Bei Demonstrationen können Besucher alte Werkzeuge und Techniken hautnah erleben. Ein besonderes Highlight für Groß und Klein: Man darf selbst schwere Steine bewegen – so wie es die Dolmen-Erbauer vor Jahrtausenden taten.
Mehr als nur ein Museumsbesuch
Als Teil des UNESCO Geoparks Hondsrug ist das Hunebedcentrum der perfekte Ausgangspunkt, um die Landschaft von Drenthe und ihre zahlreichen Hunebedden zu entdecken. Nach dem Museumsbesuch können kostenlose Wander- und Radrouten mitgenommen werden, um die Umgebung weiter zu erforschen. Die Mischung aus lehrreichen und spielerischen Elementen macht den Besuch zu einem idealen Ausflug für Familien, die Geschichte und Natur miteinander verbinden möchten. Für die Stärkung zwischendurch sorgt das hauseigene Café Hunebednieuwscafé.
Ein Besuch dauert im Durchschnitt zwei bis drei Stunden – genug Zeit, um sowohl im Museum als auch im Außenbereich alles zu entdecken.