Mitten im Nationalpark Drents-Friese Wold, genau an der Grenze zwischen Friesland und Drenthe, liegt das Klimbos Appelscha. Zwischen hohen Bäumen erwartet Familien hier ein Hochseilkletterparcours, der Naturerlebnis und Nervenkitzel geschickt miteinander verbindet. Auf über 400 Metern Hindernissen und Seilbahnen, den sogenannten Tokkelrouten, geht es in Höhen von 2 bis 12 Metern durch die Baumkronen.
Insgesamt sieben Routen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden sorgen dafür, dass sowohl kletterbegeisterte Kinder als auch geübte Erwachsene die passende Herausforderung finden. Von einfacheren Junior-Routen für die Kleineren bis zu anspruchsvollen Parcours für ältere Kinder und Teenager ist alles dabei. Unterwegs warten Seilbrücken, kleine Hindernisrennen und spannende Ziplines, bei denen man von Baum zu Baum gleitet. Ein durchgängiges Sicherungssystem begleitet die Kletterer während der gesamten Route, sodass das Abenteuer trotz aller Höhenmeter sicher bleibt.
Für wen eignet sich das Klimbos?
Der Park richtet sich vor allem an abenteuerlustige Familien mit älteren Kindern und Teenagern. Teilnehmen kann, wer mindestens 1,20 Meter groß und körperlich fit ist, das Höchstgewicht liegt bei 120 Kilogramm. Für einen Besuch sollte man rund zwei Stunden einplanen, je nach Gruppengröße kann es auch etwas länger dauern. Zwischen den Bäumen laden Picknickbänke zu einer Verschnaufpause ein, bevor es weiter durch die Wipfel geht.
Mehr als nur Klettern
Rund um das Klimbos erstrecken sich Wälder, Heideflächen und Moore, die zum Wandern oder Radfahren einladen und sich hervorragend mit dem Kletterabenteuer kombinieren lassen. Auch Kindergeburtstage lassen sich hier feiern: Mit speziellen Adventure-Paketen erkunden Gruppen gemeinsam den Kletterwald, klettern, seilen ab und meistern die Hochseilparcours. Direkt am Standort liegt zudem die Unterkunft RCN de Roggeberg, die sich als Ausgangspunkt für mehrere Tage in der Region anbietet.
Das Klimbos Appelscha ist ganzjährig geöffnet, am schönsten ist ein Besuch natürlich bei gutem Wetter, wenn die Sonne durch die Baumkronen scheint und der Wald in vollem Grün steht.
Mitten im weitläufigen Duingebiet Meijendel bei Wassenaar liegt das Monkeybos, ein Abenteuerspielplatz der ganz anderen Art. Statt bunter Plastikrutschen und genormter Klettergerüste erwarten Kinder hier ausschließlich natürliche Spielelemente: Äste, Baumstämme, Seile und Sand. Entstanden ist der Spielwald 2013 in Zusammenarbeit mit Kindern einer Wassenaarer Montessorischule, die bei der Konzeption selbst mitgestaltet haben. Das Ergebnis ist ein Ort, der Fantasie und echte Bewegungsfreiheit fördert.
Klettern, Bauen, Balancieren
Auf der rund einen Kilometer langen Route gibt es jede Menge zu entdecken: Kletterpfosten und Seile laden zum Klettern ein, aus Ästen und Blättern lassen sich Hütten bauen, und wer schwindelfrei ist, wagt sich auf die Kabelbahn. Balancierbalken aus Baumstämmen, Schwungseile und eine kleine Aussichtsstruktur sorgen für Abwechslung. Unter der Erde verlaufen alte Rohre, die als Tunnel und sogar als eine Art Sprechrohr genutzt werden, durch das sich Kinder von verschiedenen Stellen im Wald aus unterhalten können.
Wasser und Matsch inklusive
Ein besonderer Anziehungspunkt sind die Wasser- und Spielflächen mit Pumpen und Kanälen, an denen sich kleine Dämme bauen lassen. Wer hier aktiv wird, wird garantiert nass und schmutzig, also gehören Wasserschuhe oder Wechselkleidung an wärmeren Tagen unbedingt ins Gepäck. Das Gelände ist naturbelassen und folgt den Höhenunterschieden des Dünensands, wodurch auch das Gehen selbst schon zum kleinen Abenteuer wird.
Mehr als nur ein Spielplatz
Das Monkeybos liegt direkt neben dem Besucherzentrum De Tapuit, das in einer gemütlichen Pfannkuchenfarm untergebracht ist, ein schöner Anlaufpunkt für eine Stärkung nach dem Toben. Rundherum erstreckt sich das große Naturschutzgebiet Meijendel mit Dünen, Wäldern und Wasserflächen, das zum Nationalpark Hollandse Duinen gehört. Wer möchte, verbindet den Besuch im Spielwald mit einer längeren Wanderung durch die vielfältige Dünenlandschaft. Ein bis zwei Stunden sollten für das Monkeybos selbst eingeplant werden, je nachdem, wie ausgiebig an den einzelnen Stationen verweilt wird.
In Kampen wartet mit Binnenplezier ein moderner Indoor-Freizeitpark, der 2022 neu eröffnet wurde und auf 1.500 bis 2.800 Quadratmetern für stundenlangen Spielspaß sorgt. Ob strahlender Sonnenschein oder typisch niederländischer Regentag: Dank modernem Klimasystem mit Kühlung, Heizung und Lüftung bietet die große Halle das ganze Jahr über konstante Bedingungen zum Toben.
Spielspaß für jedes Alter
Die Speeltuin ist klug in zwei Bereiche unterteilt. Für die Kleinsten von 0 bis 3 Jahren gibt es eine über 200 Quadratmeter große Peuterzone, in der sie sicher und altersgerecht spielen können. Kinder von 4 bis 14 Jahren finden auf der größeren Spielfläche jede Menge Action: eine bunte Kletterstruktur mit vielfältigen Hindernissen, eine halbe Vulkan-Rutsche, den PowerTower, eine weitere Glijbaan, eine Soft Ball Arena, einen Ballenbak sowie eine Trampolinzone mit verschiedenen Sprungelementen.
Platz für alle Kinder
Besonders hervorzuheben ist die inklusive Gestaltung von Binnenplezier. Ein Rollstuhltrampolin und rollstuhlgerechte Wandspiele ermöglichen auch Kindern mit eingeschränkter Mobilität vollen Spielspaß. Für Kinder mit Sinnesverarbeitungsschwierigkeiten gibt es eine speziell eingerichtete Snoezelruimte, einen ruhigen Rückzugsort, der Entspannung und sanfte sensorische Reize bietet, wenn es drinnen einmal zu trubelig wird.
Auch für die Eltern gedacht
Während der Nachwuchs auf Entdeckungstour geht, können sich Eltern und Begleitpersonen im großzügigen Gastronomiebereich mit Getränken und Snacks versorgen. Bequeme Sitzgelegenheiten gibt es sowohl drinnen als auch draußen, dazu kostenloses WLAN, falls nebenbei noch etwas Arbeit erledigt werden muss.
Für jeden Anlass
Binnenplezier eignet sich nicht nur für spontane Familienausflüge, sondern auch für Kindergeburtstage sowie Ausflüge mit Kitas und Schulklassen. Die Location liegt auf einem Industriegebiet mit guter Erreichbarkeit. Ein Besuch dauert erfahrungsgemäß zwei bis vier Stunden, viele Kinder sind schon nach kurzer Zeit vollkommen in ihr Spiel vertieft und lassen sich von der bunten Umgebung mitreißen.
Mitten im Stadslandgoed de Kemphaan in Almere liegt das Speelbos Zuiderzee, eines der größten Naturspielwälder der Niederlande. Auf 9 Hektar Waldfläche können Kinder hier die Natur und Geschichte Flevolands spielerisch entdecken, ganz ohne klassische Spielgeräte, dafür mit umso mehr Raum für Fantasie und Abenteuer.
Das Motto ist klar: Schmutzig werden ist ausdrücklich erlaubt! Das Gelände gliedert sich in vier miteinander verbundene Spielbereiche, die alle ihren eigenen Charakter haben.
Vier Welten zum Entdecken
Am Waterspeelplek warten kleine Inseln, die über eine Fähre erreichbar sind, eine Wasserpumpe zum Spritzen und ein halb versunkenes Schiff zum Klettern. An warmen Tagen sind hier nasse Füße garantiert. Der Zandspeelplek lädt mit einem halb versunkenen Haus und einer großen Fischskulptur, deren Kopf aus dem Sand ragt, besonders kleinere Kinder zum Graben und Klettern ein. Wer lieber balanciert, klettert und aus Ästen Hütten baut, ist auf dem Waldkletterspielplatz genau richtig, einem unstrukturierten, naturnahen Bereich, der Kreativität und Abenteuerlust fördert. Am Naturforschungsplatz schließlich können kleine Forscher mit Lupengläsern Insekten und andere Tiere in Sträuchern und rund um einen Teich unter die Lupe nehmen.
Für Familien gemacht
Verschlungene Wege verbinden die einzelnen Bereiche und sorgen für ein echtes Entdeckergefühl. Ein Teil des Geländes ist asphaltiert oder mit Holzspänen befestigt, sodass auch Kinderwagen gut durchkommen. Das Speelbos ist Teil des weitläufigen Stadslandgoed de Kemphaan mit Wäldern, Wiesen und Wasserflächen, wo sich auch Eisvögel und andere Wildtiere beobachten lassen. Für eine Pause bietet sich das nahe gelegene Restaurant De Kemphaan mit seinen Pannenkoeken an.
Ein Besuch dauert je nach Alter der Kinder und Erkundungslust etwa 1,5 bis 3 Stunden. Wer noch mehr Zeit mitbringt, findet in der Umgebung weitere Attraktionen wie den Kletterwaldpark Fun Forest Klimbos, markierte Wanderrouten und Aktivitätspfade sowie das Buitencentrum Almeerderhout mit Ausstellungen und einem Naturshop.
Das Speelbos Zuiderzee ist ganzjährig geöffnet, der Eintritt ist kostenlos, ebenso das Parken, ein Ausflugsziel also, das sich auch für Familien mit kleinerem Budget bestens eignet.
Mitten in Assen, nur wenige Gehminuten vom Bahnhof entfernt, erwartet Familien im Drents Museum eine faszinierende Reise durch die Geschichte. Untergebracht in einem prächtigen Gebäude von 1885, dem ehemaligen Provinzialhuis, zählt das Museum zu den bedeutendsten kulturhistorischen Häusern der Niederlande. Über 90.000 Objekte warten hier darauf, entdeckt zu werden, darunter echte Weltberühmtheiten wie das geheimnisvolle „Meisje van Yde“, eine Moorleiche aus der Eisenzeit, und die Boomstamkano van Pesse, das älteste erhaltene Kanu der Welt.
Ein Museum für die ganze Familie
Was das Drents Museum besonders macht, ist sein Gespür für junge Besucher. In der interaktiven Familienbelevenis „Codename: Energy“ können Kinder spielerisch die Welt der Energie erkunden. Auch „Labyrinthia“, eine begehbare Ausstellung, sowie das größte Puppenhaus der Niederlande sorgen für staunende Gesichter bei den kleinen Gästen. In den Sommerferien laden zudem spezielle Kunst- und Archäologie-Doedagen zu Workshops ein, bei denen Kinder selbst aktiv werden dürfen.
15 Säle voller Geschichte
Auf dem Rundgang durch 15 Ausstellungssäle verschmelzen bildende Kunst, internationale Archäologie und Kulturgeschichte zu einem einzigartigen Erlebnis. Ob Steinzeitfunde, moderne Kunstwerke oder historische Schätze aus Drenthe, hier wird Geschichte greifbar und spannend zugleich, für Kinder ebenso wie für Erwachsene.
Erholung und Verpflegung
Wer eine Pause braucht, findet sie in den Museumsgärten, die täglich kostenlos zugänglich sind und zum Verweilen einladen. Für den kleinen und großen Hunger sorgt die Brasserie Pingo mit Drentse Spezialitäten und leckeren Mittagsoptionen. Das Museum ist zudem vollständig kinderwagen- und rollstuhltauglich, und wer möchte, kann sich kostenlos einen tragbaren Klappsitz ausleihen.
Ein Besuch lohnt sich für etwa zwei bis drei Stunden, je nachdem wie intensiv man in die einzelnen Ausstellungen eintauchen möchte. Kinder bis 18 Jahre erhalten übrigens freien Eintritt, was das Drents Museum zu einem besonders familienfreundlichen Ausflugsziel macht.
Mitten in der ländlichen Weite von Drenthe, auf dem Gelände von Landgoed De Berenkuil bei Grolloo, wartet ein Indoor-Abenteuer der besonderen Art auf kletterfreudige Familien: die Binnenspeeltuin Tippedoki. Herzstück der Halle ist eine spektakuläre, bis zu 10 Meter hohe Klimjungle aus echtem Holz, Seilen und Metall, in der ein ganzes Dorf aus Baumhäusern durch Taubrücken miteinander verbunden ist. Statt der üblichen bunten Kunststoffwelten vieler Indoorspielplätze erwartet Besucher hier eine naturnahe, abenteuerliche Atmosphäre, die dem Konzept weltweit ihresgleichen sucht.
Für jedes Alter das passende Abenteuer
Die Anlage ist so gestaltet, dass Kinder unterschiedlichster Altersstufen auf ihre Kosten kommen. Die Allerkleinsten ab null bis zwei Jahren tollen in einer separaten, gepufferten Peuterhoek, während Kinder im Vorschul- und Grundschulalter die Klimparcours mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden erobern können. Wer schon etwas mutiger ist, wagt sich in die höheren Bereiche der Klimjungle, durch Kruiptunnels oder hinunter auf einer der Rutschbahnen. Sichere, gepufferte Landezonen und eine solide Konstruktion sorgen dabei für die nötige Sicherheit beim Toben.
Platz für alle
Mit Kapazität für bis zu 150 Kinder auf rund 240 Quadratmetern bietet Tippedoki genug Raum, auch wenn es an verregneten Tagen einmal voller wird. Das macht die Halle auch beliebt für Kindergeburtstage, Schulausflüge und Gruppenveranstaltungen. Eine zeitliche Begrenzung der Spielzeit gibt es nicht, viele Familien bleiben zwei bis vier Stunden.
Pause im Pannenkoekenrestaurant
Direkt angeschlossen an die Spielhalle liegt das Pfannkuchenrestaurant Het Bommelhoes. Wer hier isst, hat freien Eintritt zur Spielhalle inklusive, ein Restaurantbesuch ist aber keine Voraussetzung zum Spielen. Bei schönem Wetter lockt zudem die große Außenspeeltuin des Landguts mit gleich zwei Fußballfeldern zum Toben an der frischen Luft.
Ideal bei jedem Wetter
Da die gesamte Anlage überdacht ist, eignet sich Tippedoki hervorragend als Ausflugsziel bei Regen oder Kälte. Zu beachten ist allerdings die Saisonalität: In den Sommermonaten von April bis September steht die Halle nur Campinggästen von De Berenkuil offen, in Herbst und Winter ist sie freitags bis sonntags sowie in den Schulferien oft auch an weiteren Tagen für alle Besucher geöffnet.
Mitten im Westfield Mall of the Netherlands in Leidschendam wartet eine bunte Überraschung auf kleine Fans von Peppa Pig: Europas erste Indoor-Spielanlage, die komplett der beliebten britischen Zeichentrickfigur gewidmet ist. Auf großzügiger Fläche verteilen sich über zwölf liebevoll gestaltete Themenzonen, in denen Kinder direkt in die Welt der bekannten Serie eintauchen können.
Ob im gemütlichen Peppa’s House, bei Wasserspielen in den Muddy Puddles, beim Toben in George’s Fort oder beim Entdecken von Rebecca Rabbits unterirdischem Abenteuer: Jede Ecke der Anlage ist detailgetreu nach Vorbildern aus der Serie gestaltet. Auch Grandad Dog’s Garage, Miss Rabbit’s Supermarkt und Grandpa Pig’s Zug laden zum freien, fantasievollen Spielen ein. Im Mittelpunkt steht dabei nicht ein klassisches Fahrgeschäft, sondern das aktive Mitmachen und Erkunden.
Speziell für die Kleinsten gemacht
Die gesamte Anlage richtet sich an Kinder von 0 bis etwa 8 Jahren, mit besonderem Fokus auf Kleinkinder und junge Vorschulkinder. Das Personal hilft beim Wärmen von Fläschchen und Babynahrung, und in allen Toiletten stehen Wickelbereiche zur Verfügung. Für das Klettern in den Spielgeräten werden aus Sicherheitsgründen spezielle Anti-Rutsch-Socken statt Schuhen getragen, eine kleine, aber wichtige Vorkehrung für sorgenfreies Spielen.
Ein Besuch dauert in der Regel zwei bis drei Stunden, genug Zeit, um in Ruhe alle Spielzonen zu entdecken. Die Anlage wirkt durchgehend sauber, übersichtlich und farbenfroh gestaltet, sodass sich sowohl Kinder als auch Eltern schnell zurechtfinden. Wer mag, nimmt am Ende noch ein Souvenir aus dem Shop Mr. Fox’s Shop mit nach Hause, dort gibt es allerlei Peppa-Merchandise.
Praktisch für Familien
Dank der Lage im Westfield Shopping Mall lassen sich Besuch und Einkaufsbummel oder ein gemeinsames Essen wunderbar verbinden. Die Anreise ist sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus Den Haag oder Delft gut möglich, und ein großes kostenloses Parkhaus liegt direkt in der Nähe. Kinderwagen dürfen mitgenommen werden, in einigen engeren Bereichen empfiehlt es sich jedoch, die Kinder zu tragen. Da die Besucherzahl vor allem in Ferien und am Wochenende steigen kann, ist eine Online-Reservierung mit festem Zeitslot verpflichtend.
Mitten im Utrechter Stadtteil Voordorp, versteckt zwischen Bahnlinie und Wohngebiet, liegt mit Tuinenpark Ons Buiten ein echter Geheimtipp für Familien. Auf 3,5 Hektar Fläche erwartet Besucher eine ruhige grüne Oase, die von einer aktiven Vereinsgemeinschaft liebevoll gepflegt wird.
Das Herzstück des Parks bilden über 130 Parzellen mit bunten Ziergärten und kleinen Gärtnerhäuschen. Auf malerischen Wegen schlendern Familien zwischen den Privatgärten hindurch und tauchen in eine naturnahe Atmosphäre ein, die man mitten in der Stadt kaum erwarten würde.
Highlights für kleine Naturfreunde
Der absolute Publikumsmagnet für Kinder ist die Dierenweide, eine Tierweide, auf der Schafe, Ziegen, Enten, Gänse, Kaninchen, Meerschweinchen, Hühner und Tauben in großzügigen Gehegen leben. Von einem sicheren Abstand aus können die Tiere beobachtet werden. Auch die Salamandertuin mit Fröschen und anderen Amphibien sowie die duftende Kräutertuin laden zum Entdecken ein.
Ein besonderes Angebot sind die 12 Kindertuintjes, kleine Hochbeete mit Holzhackschnitzeln, in denen schon die Jüngsten das Gärtnern lernen können. Unter Anleitung einer Koordinatorin säen und pflanzen Kinder Blumen, Kräuter und Gemüse. Für 10 Euro im Jahr können auch Familien ohne Vereinsmitgliedschaft ein eigenes Beet nutzen.
Ort der Entschleunigung
Überall im Park verteilt finden sich Sitzbänke und Picknickplätze, an denen Familien innehalten und die Ruhe genießen können. Die Wege sind kinderwagen- und rollstuhlfreundlich angelegt, sodass auch die Kleinsten und ältere Familienmitglieder bequem mitkommen.
Der Park gehört zur historischen Utrechter Veenweide-Landschaft, erkennbar an den charakteristischen Gräben, die an das alte Landschaftsbild erinnern. Ganzjährig gibt es hier etwas zu entdecken, von blühenden Frühjahrsblumen über grüne Sommerbeete bis zu bunten Herbstfarben. Wer mehr über die Geschichte erfahren möchte, kann die audiogeführte Route über izi.TRAVEL nutzen oder sich der „Drie-Parkenwandeling“ anschließen, einer 6 Kilometer langen Wanderung, die alle drei Utrechter Tuinenparks miteinander verbindet.
Als Beispiel für nachhaltiges, ökologisches Gärtnern bietet der Park zudem Bienen, Schmetterlingen und anderen Wildtieren einen wertvollen Lebensraum, ganz nebenbei ein schönes Lernfeld für Kinder.
Mitten in einer grünen, wasserreichen Landschaft in Süd-Limburg erhebt sich Kasteel Hoensbroek, eines der größten und am besten erhaltenen Schlösser der Niederlande. Von einem breiten Burggraben umgeben, wirkt das imposante Wasserschloss wie aus einer anderen Zeit, und das zu Recht: Der älteste Teil, ein runder Turm an der Ostecke, wurde bereits um 1360 errichtet, an einer Stelle, an der schon 1225 eine Festung stand. Im 17. und 18. Jahrhundert erhielt das Schloss seine heutige Gestalt und ist mit rund 3.000 Quadratmetern, 67 Räumen und mehr als 40 originalgetreu eingerichteten Zimmern ein wahres Baudenkmal.
Über Jahrhunderte war Hoensbroek Stammsitz bedeutender limburgischer Adelsgeschlechter und eine der mächtigsten Burgen entlang der alten Handelswege zwischen Maastricht und Köln. Diese 700-jährige Geschichte spürt man bei jedem Schritt durch die verwinkelten Gänge, die knarrenden Wendeltreppen und die stattlichen Gemächer.
Ein Abenteuer für die ganze Familie
Für Kinder ist ein Besuch hier vor allem eines: ein echtes Abenteuer. Bei der beliebten „Ontdek-het-Kasteeltocht“ folgen junge Entdecker einer Karte zu den zehn schönsten Orten des Schlosses und sammeln dabei Stempel. Beim „Feest van Ridder Hoen“ verwandelt sich der Rundgang in eine Schatzsuche mit besonderen Schlüsseln, die geheime Kistchen öffnen. Wer möchte, schlüpft in ein Ritter- oder Prinzessinnenkostüm, übt sich im Bogenschießen oder liefert sich spielerische Rittergefechte. Auch Kindergeburtstage lassen sich hier in eigenen Festräumen feiern.
Die Sammlung im Inneren zeigt beeindruckende Kunstwerke und Möbel, dazu erzählen vier legendäre Geschichten von den früheren Bewohnern des Schlosses. Wer genug von Innenräumen hat, findet in der Umgebung ausreichend Grünflächen zum Durchatmen.
Gut zu wissen für Familien
Ein Lift macht große Teile des Schlosses auch für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen zugänglich, wobei einige historische Bereiche traditionell nur über Treppen erreichbar sind. Behindertenparkplätze und barrierefreie Toiletten sind vorhanden. Für einen entspannten Rundgang sollten Familien mindestens zwei bis drei Stunden einplanen, denn zwischen jahrhundertealten Gewölben und kunstvoll eingerichteten Sälen gibt es viel zu entdecken.
Kasteel Hoensbroek ist Teil des niederländischen Museumsverbundes, Inhaber einer Museumskarte erhalten freien Zutritt. Der große Parkplatz vor dem Schloss ist kostenlos nutzbar.
Speelnatuur De Onlanderij
An der Grenze zwischen Groningen und Drenthe, nur wenige Kilometer von der Stadt Groningen entfernt, liegt mit De Onlanderij ein echter Geheimtipp für Familien. Die Speelnatuur öffnete erst Anfang Oktober 2024 und ist ein neues Konzept des Naturschutzverbandes Natuurmonumenten und seines Jugendprogramms OERRR. Sie befindet sich auf dem Gelände des historischen Bauernhofs De Onlanderij, direkt am Rand des Naturschutzgebiets De Onlanden, in dem Exmoor-Ponys, Füchse und zahlreiche Vogelarten leben.
Spielen wie in der echten Natur
Anders als bei klassischen Spielplätzen mit Plastikrutschen und Metallschaukeln setzt De Onlanderij auf echte Elemente aus der Umgebung. Kinder klettern und balancieren über Baumstämme, graben in Sand und Schlamm, planschen im Wasser und bauen kleine Dämme. Schmutzig werden ist hier ausdrücklich erwünscht, das gehört fest zum Konzept. Die Anlage ist überschaubar, aber mit viel Liebe zum Detail gestaltet, und der Eintritt ist komplett kostenlos.
Mehr als nur Spielnatur
Rund um die Speelnatuur gibt es weitere Attraktionen zu entdecken. Im angrenzenden Bauernstall lassen sich Limousin-Rinder und ein beeindruckendes Insektenhotel besichtigen. Im „Boswachter Bart-Schuppen“ gibt es Informationen über das Naturschutzgebiet De Onlanden, und im Sommer wartet ein Blütenpflückfeld darauf, dass Kinder sich ihren eigenen Wildblumenstrauß pflücken.
Pause für die Eltern
Auf dem Gelände befindet sich zudem ein gemütliches Eethuis mit Bio-Produkten, hausgemachten Kuchen und handwerklich gebackenem Brot. Die Betreiber Pieter und Manon setzen auf regionale, biologische Zutaten und kochen alles selbst. So können sich Eltern bei Kaffee und Kuchen entspannen, während die Kinder nebenan sicher spielen.
Tor zu den Onlanden
De Onlanderij dient als „Poort tot de Onlanden“, als Eingangstor zum gleichnamigen Naturschutzgebiet. Von hier aus lassen sich wunderbare Wanderungen durch die weite Landschaft unternehmen, ideal für einen entspannten Tagesausflug. Trotz seiner Attraktivität ist das Gelände bislang kein Massenziel geblieben und hat sich seinen Charakter als lokaler Geheimtipp bewahrt.
Ein Besuch dauert in der Regel ein bis drei Stunden, je nachdem, wie sehr sich die Kinder ins Spielen vertiefen. Wechselkleidung sollte man auf jeden Fall einpacken, denn schmutzig werden ist hier fast garantiert.