Mitten im IJmeer, nur mit der Fähre erreichbar, liegt eine der ungewöhnlichsten Ausflugsziele Nordhollands: Fort Pampus. Die künstliche Insel gehört zur „Stelling van Amsterdam“, der historischen Verteidigungslinie rund um Amsterdam, und zählt heute zum UNESCO-Weltkulturerbe. Schon die Anreise ist Teil des Erlebnisses: Von der Festungsstadt Muiden aus dauert die Überfahrt etwa 20 bis 30 Minuten und bietet unterwegs schöne Ausblicke auf Segelboote und Wassersportler auf dem IJmeer.
Ein Labyrinth aus Gängen und Geschichte
Auf der Insel angekommen, erwartet Familien ein weitläufiges Fort mit Kasematten, Tunneln und zahlreichen Räumen, die auf eigene Faust erkundet oder im Rahmen einer geführten Tour entdeckt werden können. Die multimedial-interaktive Pampus Experience erzählt die bewegte Geschichte des Forts auf anschauliche und kindgerechte Weise. Wer es noch spektakulärer mag, kann sogar mit einem Heißluftballon über die Insel schweben und das Fort einmal von oben betrachten.
Natur und Spiel für die Kleinen
Auch für die jüngeren Besucher gibt es einiges zu entdecken: Der Meerkat Garden und das Lemur Kingdom sorgen für tierische Begegnungen und machen den Ausflug auch für Kinder ohne großes Geschichtsinteresse spannend. Rund um das Fort laden großzügige Grünflächen zum Spazieren, Erkunden und Picknicken ein – ein perfekter Ort, um nach dem Rundgang durch die Gemäuer noch etwas Zeit im Freien zu verbringen.
Stärkung mit Aussicht
Im Pampus Paviljoen können sich Familien mit Kaffee, Kuchen oder einem Mittagessen stärken. Die Terrasse bietet dabei einen herrlichen Blick über das weite IJmeer – ein schöner Abschluss für einen erlebnisreichen Tag auf der Festungsinsel.
Wer sich auf das Abenteuer Fort Pampus einlässt, sollte genügend Zeit mitbringen: Für einen entspannten Besuch werden mindestens drei bis vier Stunden empfohlen, viele Familien verbringen sogar einen ganzen Tag auf der Insel. Zu beachten ist, dass das Gelände teilweise uneben ist und weder Kinderwagen noch Rollstühle uneingeschränkt geeignet sind. Kinder ab etwa fünf bis sechs Jahren können die historischen Inhalte am besten verstehen, doch auch jüngere Kinder haben auf der Insel jede Menge zu entdecken.