Im Herzen von Leiden erwartet Familien ein Museum der Superlative: Das Naturalis Biodiversity Center zählt zu den bedeutendsten Naturkundemuseen Europas und beherbergt eine der größten Biodiversitätssammlungen der Welt – mehr als 42 Millionen Objekte aus Pflanzen-, Tier-, Fossilien- und Mineralienwelt.
Trix, der einzigartige T. rex
Absolutes Highlight ist Trix, ein außergewöhnlich gut erhaltenes Tyrannosaurus-rex-Skelett, das 2013 in Montana ausgegraben wurde. Als einziger T. rex weltweit trägt Trix ihren echten Schädel auf dem echten Skelett – kaum verformt und in beeindruckender Qualität. Wer sich traut, kann dem Urzeitgiganten direkt in die Augen schauen.
Neun Galerien voller Entdeckungen
Das moderne Museum gliedert sich in neun thematische Bereiche. „Life“ widmet sich der Vielfalt der Natur, „The Earth“ den Urkräften unseres Planeten und Vulkanen, während die „Ice Age“-Galerie die Niederlande während der letzten Eiszeit lebendig werden lässt. Die „Dinosaurs“-Ausstellung zeigt spektakuläre Funde, „Seduction“ enthüllt raffinierte Verteidigungstricks von Pflanzen und Tieren, und „Early Human“ dokumentiert die Geschichte der Menschheit. Auch „Freek’s Favorites“, die Lieblingsstücke des bekannten niederländischen Naturkundlers Freek Vonk, dürfen nicht fehlen.
Kinder lieben besonders die imposanten Tierpräparate im „Nature’s Theater“ – darunter ein afrikanischer Elefant und diverse Raubtiere Afrikas, die in der lichtdurchfluteten, modernen Architektur des Museums besonders eindrucksvoll wirken.
Wissenschaft zum Anfassen
Eine echte Besonderheit ist das „LiveScience“-Programm: Hier arbeiten echte Forscherinnen und Forscher live vor Ort an ihren Projekten. Besucher dürfen Fragen stellen, eigene Naturfunde untersuchen lassen und sogar bei einer Präparation zusehen – ein spannender Einblick in echte wissenschaftliche Arbeit, der bei Kindern jeden Alters Eindruck hinterlässt.
Für jede Altersgruppe etwas
Während kleinere Kinder vor allem die großen Tiere und Dinosaurier faszinieren, entdecken ältere Kinder und Jugendliche gerne die wissenschaftlichen Details und Hintergründe. Für einen ausführlichen Besuch sollten mindestens drei bis vier Stunden eingeplant werden – es gibt viel zu sehen und zu staunen.
Das Museum liegt fußläufig vom Bahnhof Leiden Centraal entfernt und ist barrierefrei sowie kinderwagenfreundlich gestaltet. Ein Café und Restaurant sorgen für Verpflegung während des Besuchs.